Die WiKal '98 - 9. bis 11. Oktober 1998
Organisation:
Andreas Karger (Werbeagentur Karger, Kalletal)
Aussteller: 60
Schirmherren: Bürgermeister Werner Dalpke,
Gemeindedirektor Klaus Fritzemeier
Festredner: Staatssekretär a. D. Friedhelm
Ost, MdB, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag.
Ost wird im Freigelände der WiKal '98 die Wildbirne (Baum des
Jahres 1998) pflanzen.
Besucherzahlen: 2.362 an beiden Ausstellungstagen
bei freiem Eintritt von Jugendlichen bis 14 Jahren
Der Rückgang der Besucherzahlen auf das Niveau von vor 1996 wird darauf zurückgeführt, daß angesichts der in diesem Jahr verlängerten Herbstschulferien ein großer Teil potentieller WiKal-Besucher verreist ist. Darüber hinaus wächst die Zahl der konkurrierenden Veranstaltungen (z. B. eine nahezu zeitgleich laufende Gewerbeschau in Lemgo - Kommentar: inzwischen wieder eingestellt).
Verein: Am 3. Oktober 1998 findet erstmals unter der Regie des WiKal-Vereins und der Gemeinde Kalletal ein Markttag auf dem neu gestalteten Marktplatz in Kalletal-Hohenhausen statt. Ein voller Erfolg, wie alle Beteiligten und Besucher bekunden. Das Gewicht des Bürgermeisters Werner Dalpke wird in Forellen aufgewogen: 227 Fische muß Forellenzüchter Ulrich Frevert auf die eigens von Jürgen Stutzke gebaute Großwaage legen, ehe der erste Bürger der Gemeinde ausgependelt ist.
Der WiKal-Verein setzt mit der Veranstaltung des 1. Kalletaler Weihnachtsmarktes am 13. Dezember 1998 sein Engagement erfolgreich fort. Besonderer Höhepunkt: Auf dem Marktplatz bauen unter Federführung von Jürgen Stutzke fleißige Hände einen großen Stall auf, in dem die Geburt Jesu in Szene gesetzt wird. Die drei Weisen aus dem Morgenland werden gespielt von Dieter Kuhfuß, Hartmut Kramer und Jürgen Hofmann. Den Joseph mimt Gunter Grafe, und die Maria wird von Gloria Jergler dargestellt. Selbst ein Esel ist da, der eigens aus dem benachbarten Hillentrup herbeigeschafft wird. Nur das Rind wird kurzfristig krank und kann so schnell nicht mehr ersetzt werden.
Am Abend versammelt sich eine große Menschenmenge, die der Marktplatz kaum fassen kann. Der Weihnachtsmann kommt mit zwei Engeln auf einer Kutsche, die von zwei Kaltblutpferden gezogen wird. Nikolaus wird von Andreas Karger dargestellt, der sich eigens für seinen Auftritt in der Maske des Landestheaters Detmold hat schminken lassen. Hilfsmittel wie Wattebart und Kissen unter dem Mantel überlässt er den Darstellern einer großen Kaufhauskette. Dieser Weihnachtsmann mit echtem Bauch (!) und Echthaarbart sieht hingegen aus wie der leibhaftige Nikolaus. Zwei in der Kutsche montierte Strahler setzen ihn und seine beiden himmlischen Helferinnen (Isabelle Linnenbecker und Katharina Karger) stimmungsvoll in Szene. Nikolaus und seine beiden Engel verteilen über 300 Tüten, randvoll mit Leckereien, an die wartenden Kinder.
Etwas zum Schmunzeln am Rande: Der bei der ev. Kirchengemeinde Hohenhausen gestellte Antrag auf Glockengeläut während des Erscheinens des Weihnachtsmannes wird unter Berufung auf die Läuteordnung abgelehnt. Kein Problem für den Weihnachtsmann, der am Sonntag zuvor das Glockengeläut der Paulus-Kirche von Dieter Schröder (Putzer) auf Tonband aufnehmen und am Weihnachtsmarkt dann über Lautsprecher abspielen läßt. Das ist genehmigungsfrei.
Am 22. März 1999, wählt der WiKal-Verein im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand: Mit der Friseurmeisterin Helga Schröder wird erstmals eine Frau an die Spitze des WiKal-Vereins gewählt. Jürgen Stutzke wird als Geschäftsführer im Amt bestätigt, ebenso Annegret Sieker als Schatzmeisterin. Es wird auch ein in Vorstandsfragen nicht stimmberechtigter Beirat gewählt. Ihm gehören als Schriftführer Andreas Karger und als Technischer Wart Stefan Sprick an.
Am 23. Januar 2000 wählt die Jahreshauptversammlung mit Udo Holzhauer außerplanmäßig einen neuen Geschäftsführer, nachdem Jürgen Stutzke sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte. Mit Alfred Maaß wird auch ein stellvertretender Geschäftsführer gewählt.
Nach 12 Jahren ist die WiKal '98 die letzte Ausstellung, die in den Sporthallen am Schulzentrum stattfindet. Ab dem Jahre 2000 geht die WiKal neue Wege im Gewerbegebiet Echternhagen.